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Landkarte Colchagua-Tal sehen

 
 
 
Landkarte der Weinstraße sehen
 
 
 
Die Weinstraße (Ruta del Vino) des Colchagua-Tals (Valle de Colchagua), in der sechsten Region, ist die erste touristische Rundfahrt in Chile, die auf den Wein ausgerichtet ist und im Jahre 1996 ins Leben gerufen wurde. Aus diesem Grund bedeutet es, wenn man von Chile, seiner Geschichte und seiner Kultur spricht, auch von Wein, seiner Qualität und seinem ausgezeichneten Geschmack zu sprechen, sowie über den Weißwein, den Rotwein und die Prämien, die er auf internationalem Niveau erhalten hat.
Das Colchagua-Tal wird von dem Tinguiririca-Fluß (río Tinguiririca), aus dem fruchtbare Täler entstehen, wo die Weinberge einen idealen Platz zum Wachsen finden, bewässert. Es handelt sich um ein rein landwirtschaftliches Gebiet, das von Einwohnern verschiedenen Ursprungs bewohnt wird: Landwirte, Händler, Winzer, reiche Unternehmer und traditionelle Familien mit adeliger Abstammung.
Ihre Achse befindet sich in der Stadt Santa Cruz, die sich in das Zentrum der traditionellen Aktivitäten der zentralen Zone umgewandelt hat und die unser Land in der ganzen Welt mit dem Weinanbau berühmt gemacht hat.
Weingut Viu Manent Trauben Lagerweine
Colchagua, das in indigener Sprache Tal der Kleinen Lagunen (valle de pequeñas lagunas) bedeutet, ist das Land, wo der Eingeborenenstamm der Jäger Chiquillanes, der kriegerischste und abgehärteste Stamm der Mapuche-Nation, gewohnt hat. Dieser Stamm wurde schließlich von den Inkas im XV. Jahrhundert erobert, die die Südgrenze ihres großen Imperiums in diesem Tal festgesetzt haben. Die ersten vorspanischen Bewässerungswerke wurden von den Inkas gebaut, die auf diese Weise die Landwirtschaft in das Colchagua-Tal eingeführt haben.
In der Mitte des XVI. Jahrhunderts, zusammen mit der Entdeckung Amerikas und der spanischen Eroberung Chiles, haben jesuitische Missionare die ersten Rebstöcke in Chile eingeführt und angepflanzt. Diese waren notwendig für die Produktion von Messwein und es handelte sich um Weingärten, die im Colchagua-Tal, an der Küste, in der Jesuitenmission von Pichilemu, angesiedelt wurden. Dies war der glorreiche Anfang des Weinanbaus im Colchagua-Tal.
Zusammen mit der Kolonisierung im XVII. Jahrhundert entstanden die Landgüter (haciendas) im Colchagua-Tal, die großen Landflächen entsprachen und die der König von Spanien an seine ausgezeichnetsten Offiziere ausgehändigt hat. Diese Grundbesitze waren aufgrund ihres Klimas, das ideal für die Landwirtschaft und die Viehzucht ist, die begehrtesten Länder Colchaguas.
Diese Länder waren Schauplatz der Festigung der Republik Chile. Im Jahre 1810 machte sich Chile schließlich von Spanien unabhängig. Seitdem haben die traditionellsten Familien des Landes in diesem Tal Grundbesitze erworben und haben bezaubernde Wohnsitze gebaut, die sich bis heute erhalten haben.
Mitte des XIX. Jahrhunderts begann in Chile die Einführung von feinen französischen Weinreben, die aus dem Gebiet von Bordeaux (Burdeos) stammten. Im Colchagua-Tal wurden die ersten Weingüter (viñas) mit diesen Weinreben im Jahre 1870 eröffnet, was der Zone definitiv ihren Charakter als Weinanbaugebiet verliehen hat.
Über lange Jahre hinweg wurden die in Colchagua produzierten Weine von den großen Abfüllunternehmen, die in Santiago, im Maipo-Tal (Valle de Maipo), ansässig waren, gekauft. Ab Ende der 80er Jahre schlossen sich die Weinproduzenten von Colchagua dem großen Aufschwung der Exportationen chilenischen Weines an, indem sie die neueste Technologie, die für die Produktion von Weinen auf Weltklasseniveau notwendig ist, einführten. Sie begannen außerdem mit der direkten Vermarktung und der Exportation ihrer Weine auf den anspruchsvollsten internationalen Märkten.
Heutzutage ist das Colchagua-Tal der Führer in der Produktion von feinen Weinen in Chile und das Weinanbaugebiet mit der größten internationalen Projektion.
Das Colchagua Museum (Museo de Colchagua) ist eine Konstruktion des klassischen chilenischen Formates. Es läuft an Objekten unterschiedlicher Natur, von prähistorischen Stücken mit in Bernstein konservierten Insekten bis zu Tierüberresten in großen Dimensionen, über. Man kann außerdem Dekorationen und Werkzeuge von Ureinwohnern, die diese und andere Regionen Lateinamerikas bewohnt haben, bewundern. Daran schließen sich Montagen von Schauplätzen an, die es ihnen ermöglichen, in die koloniale, vorspanische und prähistorische Vergangenheit zu reisen, um sich unsere Vorfahren in verschiedenen Szenen ihres Lebens vorzustellen zu können. Weiterhin lädt das Museum zur Besichtigung von Waffen aus verschiedenen Epochen sowie Garderoben, Autos, Kutschen, antiken landwirtschaftlichen Maschinen und sogar einer kompletten Dampflok, einschließlich Lokomotive und Personenwaggon, die zu den ersten angekommenen in Chile gehören, ein.
Der Weinzug (Tren del Vino) ist die Zeitmaschine, die uns in eine Epoche zurückversetzt, in der der Zug das Haupttransportsystem war und die danach strebt, uns Emotionen und Erlebnisse des Anfangs des XX. Jahrhunderts zu vermitteln. Die Fahrt beginnt in der Stadt von San Fernando mit einer 90-minütigen Reise bis Santa Cruz, die uns entlang der hauptsächlichen Weingüter des Colchagua-Tals führt. Während seiner Fahrt bekommt man eine ausgezeichnete Weinprobe angeboten, die von einem reichlichen Cocktail und einem der großen chilenischen Folkloristen, der uns mit seinen Liedern und Gauchogesängen ergötzt, begleitet wird.
Der Weinzug weist eine durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit von 30 bis 40 km/h auf. Er stammt aus dem Anfang des XX. Jahrhunderts und besteht aus einer Dampflokomotive Typ 57, N° 607, eines der letzten Modelle, die in Chile im Jahre 1913 gebaut wurden und die hauptsächlich mit Kohle angetrieben wurden. Des weiteren ein Restaurantwaggon der Serie Y-19, mit Platz für 40 Personen, der in Deutschland im Jahre 1923 von dem Unternehmen Linke Hoffman gebaut und im Jahre 1929 nach Chile verschifft wurde. Die drei Passagierwaggons, der Serien I-203, I-264, I-199, mit Platz für 80 Personen, wurden von dem gleichen Unternehmen gebaut.
       
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